Das Wichtigste in fünf Sätzen
- Jeder Bereich bekommt einen Wert von 0 bis 100: den gewichteten Anteil der bestandenen Prüfungen.
- Prüfungen, die wir nicht durchführen konnten, zählen nicht – weder als bestanden noch als durchgefallen.
- Ein kritischer Befund begrenzt den Wert seines Bereichs auf höchstens 49.
- Einen Gesamtwert gibt es nur, wenn mindestens 60 % der Datenbasis vorliegen. Sonst steht dort „Kein Gesamtwert“.
- Alle Werte sind eigene, regelbasierte Bewertungen – kein offizieller Wert von Google, OpenAI oder anderen.
Bereiche und Gewichte
Der Gesamtwert setzt sich aus sieben Bereichen zusammen; Technisches SEO zählt mit 25 Prozent am stärksten. Die Gewichte sind Startwerte, die wir offen nennen und anpassen, wenn Erfahrung es nahelegt.
- Technisches SEO25 %
- Ladegeschwindigkeit20 %
- Inhalte & Onpage15 %
- Kundenfreundlichkeit15 %
- KI-Bereitschaft (GEO)10 %
- Barrierefreiheit10 %
- Sicherheit5 %
- Gesamtwert100 %
| Bereich | Gewicht | Was dahintersteht |
|---|---|---|
| Technisches SEO | 25 % | Statuscodes, Weiterleitungen, robots.txt, Sitemap, Canonical, Indexierbarkeit, Links, mehrsprachige Seiten |
| Ladegeschwindigkeit | 20 % | Google PageSpeed Insights (Lighthouse), mobil und Desktop, Felddaten falls vorhanden. Mobil zählt etwa viermal so viel wie Desktop, weil Google die Handy-Version bewertet; LCP, CLS und Blockierzeit wiegen am schwersten. |
| Inhalte & Onpage | 15 % | Titel, Beschreibungen, Überschriften, Textumfang, Duplikate, Bilder, Themenstruktur und Wissensinhalte |
| Kundenfreundlichkeit | 15 % | Kontaktwege, Formulare, Handlungsaufforderungen, Vertrauen, Hinweise zu Impressum, Datenschutz und Einwilligung |
| KI-Bereitschaft (GEO) | 10 % | strukturierte Daten, eindeutige Unternehmensangaben, Fragen und Antworten, Ratgeber-Auszeichnung |
| Barrierefreiheit | 10 % | Lighthouse/axe-core und eigene statische Prüfungen |
| Sicherheit | 5 % | HTTPS, Zertifikat, Sicherheits-Header, E-Mail-Schutz über öffentliche DNS-Einträge – rein passiv |
Eigene Werte außerhalb des Gesamtwerts: Lokale Sichtbarkeit (Name, Adresse, Telefon, Abgleich mit dem Impressum), Marketing & Tracking (erkennbare Mess- und Werbewerkzeuge samt Einwilligungslösung) und – sobald verbindbar – die Google-Suchleistung aus der Search Console. Sie beschreiben wichtige Dinge, sagen aber nichts über die Qualität der Website selbst und würden den Vergleich verzerren.
Welche Prüfungen laufen
Zurzeit laufen 356 Einzelprüfungen in zehn Bereichen. Jede hat ein Gewicht und ein Ergebnis; Prüfungen mit geringer Aussagekraft zählen leichter als solche, die echte Mängel finden. Was ein Bereich im Einzelnen prüft, steht auf seiner Seite: SEO, Ladezeit, GEO, Barrierefreiheit, Kontakt, Sicherheit und Local SEO. Alle Einzelprüfungen im Wortlaut stehen im Prüfkatalog. Hier der Überblick, was darin steckt:
- Technik und Inhalte: Erreichbarkeit, Weiterleitungen, robots.txt, Sitemap, canonical, Links, hreflang sowie Title, Description, Überschriften, Texte, Bilder und Linktexte. Dazu eine Einschätzung der Substanz: Zahl der inhaltlichen Seiten, Gliederung in Themenbereiche, Wissensinhalte wie Ratgeber, Textqualität (Platzhaltertexte, Standardfloskeln).
- Ladezeit: die Kennzahlen aus Google PageSpeed Insights (mobil und Desktop) und Zusatzwerte: Seitengewicht, Blockierzeit durch Fremdanbieter, Zwischenspeicher, Elementzahl, Einsparhinweise. Aus dem HTML aller gecrawlten Seiten kommen Komprimierung, blockierende Skripte, Lazy-Loading und Bildgrößen.
- Kundenfreundlichkeit: Telefon, E-Mail, Formulare (Pflichtfelder, Datenschutzhinweis, Spamschutz, Feldtypen), Handlungsaufforderungen, Vertrauen. Dazu Recht-Hinweise bei deutschsprachigen Seiten: Grundangaben im Impressum, Pflichtangaben der Datenschutzerklärung, Steuerhinweis bei Preisen, überholte Rechtshinweise, Cookies und Einbettungen vor der Einwilligung, bei Shops AGB und Widerrufsbelehrung. Das sind Hinweise, keine Rechtsberatung; die rechtsnahen Punkte stehen gebündelt im DSGVO-Check.
- KI-Bereitschaft: Schema.org-Daten (auch auf Unterseiten, mit Verknüpfungen), FAQ, Antwortaufbau, KI-Suchbots in der robots.txt, llms.txt, Ratgeber mit Datum und Autor.
- Barrierefreiheit: Lighthouse/axe-core plus eigene Prüfungen, etwa Alt-Qualität, Beschriftungen, ARIA, Sprunglink, Untertitel.
- Sicherheit: Verschlüsselung, Header, Cookies, veraltete Bibliotheken – und der E-Mail-Schutz der Domain, siehe unten.
- Lokale Sichtbarkeit und Marketing: eigene Werte; bei Marketing unter anderem, ob Tracking an die Einwilligung gebunden ist und ob Ablehnen so leicht ist wie Zustimmen.
E-Mail-Schutz über öffentliche DNS-Einträge
Für die Hauptdomain Ihrer Website fragen wir öffentliche DNS-Einträge ab: den Mailserver (MX), SPF, DMARC, einen CNAME auf dem Hauptnamen und eine Stichprobe gängiger DKIM-Schlüsselnamen. Diese Auskunft holt jeder Mailserver beim Empfang einer Mail ebenfalls ein. Wir verbinden uns nicht mit Ihrem Mailserver und verschicken keine E-Mails.
- DKIM nur als Stichprobe: Der Schlüsselname steht nur im Kopf einer Mail und kann beliebig lauten. Finden wir bei den gängigen Namen nichts, ist die Prüfung „nicht prüfbar“ und zählt weder für noch gegen Sie.
- Liegt die Website auf einer Plattform-Adresse (zum Beispiel railway.app oder github.io) oder antwortet das DNS nicht, entfällt der Teil.
So entsteht der Wert eines Bereichs
Jede Prüfung hat ein Gewicht und ein Ergebnis zwischen 0 (nicht bestanden) und 1 (bestanden); manche vergeben Teilpunkte. Der Bereichswert ist der gewichtete Anteil:
Bereichswert = Σ (Gewicht × Ergebnis) ÷ Σ Gewicht × 100 nur über Prüfungen, die durchgeführt werden konnten
- Nicht prüfbar zählt nicht. Liefert etwa Google keine Ladezeit, fehlt diese Prüfung im Nenner – sie drückt den Wert nicht und schönt ihn nicht.
- Mindestens drei Prüfungen. Sind in einem Bereich weniger als drei Prüfungen auswertbar, vergeben wir keinen Wert („Kein Wert“ statt 0).
- Kritische Befunde deckeln. Fällt eine als kritisch eingestufte Prüfung durch, ist der Bereich höchstens 49 – auch wenn alles andere stimmt. Eine nicht per HTTPS erreichbare Website ist eben nicht „gut“.
Die Einstufung: 90–100 sehr gut, 75–89 gut, 50–74 ausbaufähig, unter 50 kritisch.
So entsteht der Gesamtwert
Der Gesamtwert ist der gewichtete Mittelwert der Bereiche, die einen Wert haben. Fehlt ein Bereich, verteilt sich sein Gewicht auf die übrigen.
Gesamtwert = Σ (Bereichswert × Gewicht) ÷ Σ Gewicht der bewerteten Bereiche
Ein schwacher Bereich deckelt den Gesamtwert. Liegt ein bewerteter Bereich unter 75 Punkten, ist der Gesamtwert höchstens 89 – „sehr gut“ gibt es also nur, wenn kein Bereich schwächelt. Liegt ein Bereich unter 50, ist der Gesamtwert höchstens 74. Der Bericht nennt dann den Bereich, der begrenzt.
Damit das nicht zu Zufallswerten führt, berechnen wir zusätzlich die Datenabdeckung: den Anteil der Gewichte mit Wert, abgeschwächt um den Anteil der durchführbaren Einzelprüfungen. Liegt sie unter 60 %, zeigen wir keinen Gesamtwert, sondern „Kein Gesamtwert: Datenbasis zu klein“.
Datenabdeckung = Anteil bewerteter Gewichte × (0,5 + 0,5 × Anteil prüfbarer Einzelprüfungen)
Datenstatus: woher ein Befund kommt
- Gemessen
- Direkt erhoben: HTTP-Antworten, HTML-Inhalte, Messwerte von Google PageSpeed.
- Heuristisch
- Eigene Regel mit offengelegten Kriterien, etwa „Telefonnummer im Kopfbereich erkennbar“.
- Geschätzt
- Abgeleitet mit dokumentierter Methode, wenn keine direkte Messung möglich ist.
- Nicht verfügbar
- Nicht prüfbar. Zählt nicht in die Bewertung.
Enthält ein Bereich heuristische Prüfungen, gilt er insgesamt als heuristisch.
Ladezeit
Die Ladezeit messen nicht wir, sondern Google PageSpeed Insights – für die Startseite, einmal als Smartphone und einmal als Computer. Wir zeigen zwei Arten von Daten getrennt:
- Labordaten (Lighthouse): ein simulierter Seitenaufruf unter festgelegten Bedingungen. Gut vergleichbar, aber nicht das Erlebnis echter Besucher.
- Felddaten (Chrome UX Report): echte Messwerte von Chrome-Nutzern der letzten 28 Tage, angegeben als 75. Perzentil. Google veröffentlicht sie nur bei ausreichend Besuchern – bei kleineren Websites fehlen sie oft. Das zeigen wir dann ehrlich an.
Zusätzlich zu den Kennzahlen nutzen wir aus derselben Google-Messung das Seitengewicht (gut bis 2 MB), die Blockierzeit durch Fremdanbieter, die Dauer des Zwischenspeichers und die Zahl der Seitenelemente (gut bis 1.500). Aus dem HTML der gecrawlten Seiten kommen Komprimierung, blockierende Skripte im Kopf, Lazy-Loading, Bildgrößen und die Zahl fremder Server. Das Letzte sind Einschätzungen am Quelltext, keine Messung im Browser.
Schlägt die Messung fehl (zum Beispiel weil das Abfrage-Kontingent erschöpft ist), bekommt der Bereich keinen Wert.
Zwei Messungen, ein Ladezeit-Wert
- MobilGewicht 4
- DesktopGewicht 1
Barrierefreiheit
Wir kombinieren die Barrierefreiheits-Prüfungen von Lighthouse (basierend auf axe-core) mit eigenen statischen Prüfungen des HTML: Alternativtexte (auch deren Qualität), Formular-Beschriftungen, Sprachangabe, Überschriften-Struktur, ARIA-Angaben, Sprunglink, Untertitel-Spuren. Manche davon sind Näherungen, zum Beispiel sucht die Prüfung auf entfernte Fokus-Umrandung nur im eingebetteten CSS. Automatische Prüfungen finden erfahrungsgemäß nur einen Teil der Barrieren. Unser Ergebnis ersetzt keine manuelle Prüfung nach WCAG oder BITV und ist keine Konformitätsaussage. Was das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für Betriebe bedeutet, steht im Ratgeber Barrierefreiheit und BFSG.
KI-Bereitschaft (GEO)
GEO steht für Generative Engine Optimization: Wie gut können KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder die KI-Übersichten bei Google verstehen, wer Sie sind und was Sie anbieten? Wir prüfen Voraussetzungen, die das erleichtern – strukturierte Daten (Schema.org), eindeutige Angaben zu Unternehmen und Ort, klare Fragen und Antworten, Zugänglichkeit für KI-Crawler. Dazu kommen die Qualität der Schema-Daten (stabile Kennungen, Verknüpfungen, Verweise auf vorhandene Knoten), sichtbare Belege für ausgezeichnete Preise und Bewertungen und der Aufbau von Ratgebern (Datum, Autor, Antwort zuerst).
Ihre Website
1
Zugang
Kommt die KI an Ihre Seite?
- KI-Crawler
- llms.txt
- Lesbarkeit für Maschinen
2
Verständnis
Versteht sie, wer Sie sind?
- Strukturierte Daten
3
Antworten
Findet sie etwas zum Übernehmen?
- Antwortfähigkeit
- Zitierfähige Fakten
- Quellen
Befunde im Bericht
Nach Wirkung sortiert, mit Ursache und Lösung.
KI-Antwort
Ob eine KI Sie nennt, misst der Check nicht.
Der GEO-Wert ist eine eigene Heuristik. Er ist kein offizieller Wert von Google, OpenAI oder einem anderen Anbieter und misst nicht, ob Sie tatsächlich in KI-Antworten erscheinen. Was GEO bedeutet, erklärt die Webagentur Scherzinger im Ratgeber Was ist GEO?
Wie wir Ihre Website abrufen
- Höchstens 25 Seiten pro kostenloser Analyse, bis Linktiefe 3, Zeitbudget rund 90 Sekunden.
- Unser Crawler heißt
ScherzingerAuditBot/1.0und respektiert die robots.txt. Mehr zum Bot. - Wir arbeiten passiv: Wir lesen nur öffentliche Seiten, senden keine Formulare ab, melden uns nirgends an und führen keine Sicherheits-Scans oder Angriffe durch.
- Außer den Seiten rufen wir robots.txt, Sitemap und llms.txt ab, die Adresse mit und ohne www, die HTTP-Fassung und genau eine erfundene Adresse, um zu sehen, ob nicht vorhandene Seiten mit Status 404 antworten. Dazu fragen wir öffentliche DNS-Einträge Ihrer Domain ab (siehe oben).
- Wir lesen das HTML, das Ihr Server ausliefert. JavaScript wird nicht ausgeführt – Inhalte, die nur per JavaScript entstehen, sehen wir nicht. Darauf weisen wir im Bericht hin.
- Von externen Links prüfen wir eine Stichprobe von bis zu 20.
Wie der Maßnahmenplan sortiert
Alle nicht bestandenen Prüfungen werden sortiert: zuerst nach Schwere (kritisch, hoch, mittel, niedrig), dann nach erwartetem Nutzen, dann nach Aufwand – bei gleicher Schwere steht das vorne, was viel bringt und wenig Arbeit macht.
Grenzen, die wir offen nennen
- Bei großen Websites sehen wir nur einen Ausschnitt; Aussagen zu Duplikaten oder Linktiefe gelten für diesen Ausschnitt.
- Websites hinter Bot-Schutz oder Firewall lassen sich teilweise nicht prüfen. Wir umgehen solche Sperren nicht.
- Kundenfreundlichkeit bewerten wir an erkennbaren Voraussetzungen, nicht an echten Anfragezahlen.
- Ob Tracking-Skripte vor einer Einwilligung laden, können wir statisch nicht sicher feststellen. Unsere Hinweise zu Impressum, Datenschutz, Preisangaben und Einwilligung suchen nach typischen Angaben im Text; ob sie rechtlich ausreichen, beurteilen wir nicht. Sie sind keine Rechtsberatung.
- Einschätzungen wie Substanz, Themenbereiche, Standardfloskeln, Lazy-Loading oder der Antwortaufbau von Seiten sind Heuristiken. Der Bericht kennzeichnet sie so.
- DKIM prüfen wir nur als Stichprobe gängiger Schlüsselnamen; ein fehlender Fund ist kein Beweis, dass DKIM fehlt.
- Die Gewichte sind begründete Startwerte, keine wissenschaftlich validierten Faktoren.
- Echte Suchdaten (Klicks, Suchbegriffe) gibt es nur über die Search Console Ihres eigenen Kontos. Diese Verbindung ist in Vorbereitung.
Wer hinter dem Check steht: Betreiber ist Bastian Scherzinger, Webagentur Scherzinger in Lübeck. Wer seinen Bericht persönlich besprechen möchte, findet den Ablauf unter Website-Check aus Lübeck.
Befunde gefunden und keine Zeit, sie zu beheben? Die Webagentur Scherzinger hilft dabei: Website überarbeiten lassen.
Einen Fehler gefunden oder eine Prüfung, die Ihrer Meinung nach falsch bewertet? Schreiben Sie uns an info@webagentur-scherzinger.com.