Das Wichtigste in Kürze
- Testen Sie mit echten Kundenfragen, nicht mit Ihrem Firmennamen allein; der Name zeigt nur, ob der Dienst Sie kennt, nicht, ob er Sie empfiehlt.
- Laut Google gibt es keine zusätzlichen Anforderungen, um in KI-Übersichten zu erscheinen; es gelten die normalen Grundlagen wie lesbare Texte und Indexierung.
- OpenAI, Perplexity und Anthropic nutzen je einen eigenen Crawler für ihre Suche; wer ihn in der robots.txt sperrt, erscheint dort nicht in Antworten.
- Eine Nennung lässt sich nicht kaufen; die Dienste bieten dafür keinen Weg an.
Kurzantwort: So testen Sie es in drei Schritten
- Öffnen Sie nacheinander ChatGPT, Perplexity und die Google-Suche. Nutzen Sie, wenn möglich, einen Browser, in dem Sie nicht angemeldet sind, damit frühere Gespräche das Ergebnis nicht färben.
- Stellen Sie jedem Dienst die drei Fragen aus dem nächsten Abschnitt, Wort für Wort gleich.
- Tragen Sie je Dienst und Frage ein: richtig genannt, falsch genannt (falsche Adresse, falsche Leistung, verwechselt) oder gar nicht genannt. Diese Tabelle ist Ihr Ausgangsstand; wiederholen Sie den Test nach jeder Änderung.
Welche Fragen stellen Sie den KI-Diensten?
Fragen Sie so, wie Kunden fragen. KI-Dienste antworten auf ganze Sätze und holen sich dafür laut Google oft Ergebnisse zu mehreren Unterfragen gleichzeitig (Google nennt das Abfrage-Fan-out).
Leistung und Ort
„Wer macht [Leistung] in [Ort]?“ und „Ich suche einen [Beruf] in [Ort] für [Aufgabe]. Wen empfiehlst du?“ Das ist die wichtigste Frage: Hier entscheidet sich, ob Sie überhaupt im Kreis der Genannten sind.
Vergleichsfrage
„Welche [Beruf] in [Ort] haben gute Bewertungen?“ oder „Worauf sollte ich bei einem [Beruf] in [Ort] achten?“ Hier sehen Sie, aus welchen Quellen der Dienst seine Empfehlungen zieht: oft Bewertungsportale, Verzeichnisse und Websites mit klaren Angaben.
Ihr Firmenname
„Was macht [Firmenname] in [Ort]?“ Damit prüfen Sie, ob der Dienst Sie kennt und ob die Angaben stimmen: Leistungen, Ort, Telefonnummer, Öffnungszeiten. Falsche Angaben sind oft ein Zeichen für widersprüchliche Daten im Netz.
Was bedeutet das Ergebnis?
| Ergebnis | Was es meist heißt | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Richtig genannt | Der Dienst findet und versteht Ihre Seite oder Ihr Profil | Stand notieren, regelmäßig wiederholen |
| Falsch genannt | Widersprüchliche oder veraltete Daten in Verzeichnissen, Profil oder Website | Firmendaten überall gleich eintragen, alte Einträge korrigieren |
| Gar nicht genannt | Seite für den Dienst nicht lesbar, nicht indexiert oder ohne klare Angaben zu Ort und Leistung | robots.txt, Indexierung und Texte prüfen (unten) |
Warum übersehen KI-Dienste kleine Betriebe?
Für Googles KI-Übersichten und den KI-Modus sagt Google in „KI-Funktionen und Ihre Website“: Es gibt keine zusätzlichen Anforderungen. Eine Seite muss indexiert sein und sich für ein Snippet eignen; dann gelten die normalen Grundlagen, etwa Text, der sich crawlen lässt, und strukturierte Daten, die zum sichtbaren Text passen. Eine Garantie für die Anzeige gibt es nicht.
Die anderen Dienste lesen das Netz mit eigenen Crawlern. OpenAI beschreibt in seiner Crawler-Dokumentation den OAI-SearchBot, der Websites in den Suchfunktionen von ChatGPT auffindbar macht; wer ihn sperrt, erscheint dort nicht in den Suchantworten. Perplexity nennt in seiner Bot-Dokumentation den PerplexityBot, der Websites in Perplexity-Ergebnissen auffindbar macht und verlinkt. Anthropic beschreibt in seiner Hilfe den Claude-SearchBot für die Suche; wird er gesperrt, werden Inhalte nicht mehr für Suchantworten indexiert.
Daneben gibt es bei allen drei Anbietern Abrufe, die ein Nutzer direkt auslöst (ChatGPT-User, Perplexity-User, Claude-User); für diese gelten robots.txt-Regeln laut OpenAI und Perplexity unter Umständen nicht. Und es gibt Crawler fürs Training (GPTBot, ClaudeBot), die mit der Sichtbarkeit in Suchantworten nichts zu tun haben. Alle drei Anbieter betonen, dass die Einstellungen unabhängig voneinander wirken. Ausführlich erklärt das der Ratgeber KI-Crawler in der robots.txt; die Hintergründe stehen in KI-Sichtbarkeit für Handwerker.
Was können Sie heute ändern?
- robots.txt prüfen: Sind OAI-SearchBot, PerplexityBot und Claude-SearchBot erlaubt? Eine pauschale Sperre für alle Bots sperrt auch sie. Laut OpenAI und Perplexity kann es bis zu etwa 24 Stunden dauern, bis eine Änderung wirkt.
- Indexierung prüfen: Ist die Seite bei Google indexiert? Ohne Index keine KI-Übersicht. Hilfe gibt der Ratgeber Seite nicht bei Google.
- Ort und Leistung im Text: Steht auf der Startseite in ganzen Sätzen, was Sie wo tun? Dienste zitieren Text, den sie lesen können, keine Bilder.
- Firmendaten abgleichen: Name, Adresse, Telefon in Website, Profil und Verzeichnissen gleich schreiben; falsche Nennungen kommen meist aus alten Einträgen.
- Fragen beantworten: Eine kurze Frage-Antwort-Liste auf der Seite liefert genau die Sätze, die KI-Dienste übernehmen. Wann sich das FAQ-Schema dazu lohnt, steht in FAQ-Schema sinnvoll?.
Automatisch prüfen lassen
Der kostenlose KI-Check prüft die technische Seite: ob Ihre robots.txt die Such-Crawler von OpenAI, Perplexity und Anthropic zulässt, ob eine llms.txt vorhanden ist und ob die Seite antwort-fähige Texte und passende strukturierte Daten hat. Ob ein Dienst Sie dann tatsächlich nennt, zeigt nur der Test mit echten Fragen oben; beides zusammen ergibt das Bild.
Häufige Fragen
Ist das dasselbe wie bei Google gefunden werden?
Nein, aber es hängt zusammen. Googles KI-Übersichten brauchen laut Google eine indexierte Seite und sonst nichts Besonderes. ChatGPT, Perplexity und Claude lesen das Netz mit eigenen Crawlern und ziehen eigene Quellen heran.
Kann ich die Nennung kaufen?
Nein. Keiner der Dienste bietet bezahlte Nennungen in Antworten an. Was Sie tun können, ist die Grundlagen in Ordnung bringen: Crawler zulassen, klare Texte, gleiche Firmendaten überall.
Wie oft sollte ich prüfen?
Einmal vor Änderungen als Ausgangsstand, dann nach jeder Änderung an robots.txt oder Texten und sonst etwa monatlich. Antworten von KI-Diensten schwanken; ein einzelner Test ist ein Stichprobe, keine Messung.
Zählt die Google-KI-Übersicht auch?
Ja. Google sagt, dass Klicks aus KI-Übersichten in der Search Console unter dem Suchtyp „Web“ mitgezählt werden. Die Übersicht erscheint aber nur, wenn Google sie als Ergänzung zur normalen Suche einstuft, also längst nicht bei jeder Anfrage.
Hilft eine llms.txt?
Für Googles KI-Funktionen sagt Google ausdrücklich, dass keine neuen maschinenlesbaren Dateien nötig sind. Für die anderen Dienste gibt es keine Zusage, dass sie die Datei lesen. Sie schadet nicht, ersetzt aber keine lesbare Website; mehr dazu in llms.txt erklärt.
Quellen
- Google Search Central: KI-Funktionen und Ihre Website abgerufen am 25.10.2026
- OpenAI: Overview of OpenAI Crawlers abgerufen am 25.10.2026
- Perplexity: Perplexity Crawlers abgerufen am 25.10.2026
- Anthropic: Does Anthropic crawl data from the web? abgerufen am 25.10.2026
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