Das Wichtigste in Kürze
- Google unterstützt ein Favicon je Hostname: Die Startseite einer Subdomain zählt für sich, ein Unterverzeichnis bekommt kein eigenes.
- Gemessen am 24.10.2026 vor den Korrekturen: Agentur-Seite /favicon.ico mit Status 200, Check unter der alten Subdomain mit 301 auf eine Hash-Adresse, TRADEX mit 404. Für die Check-Adressen und TRADEX lieferte Googles Favicon-Dienst kein Bild.
- Googles Hinweis zur Adresse: Sie sollte sich möglichst nicht ändern. Dateinamen mit Hash ändern sich bei jeder neuen Fassung der Seite.
- Der Website-Check liest nur, ob die link-Tags im HTML stehen. Ob die Datei antwortet, prüft er nicht.
Was wir am 24.10.2026 gemessen haben
Wir haben am frühen Morgen des 24.10.2026 (gegen 3 Uhr) die drei eigenen Seiten mit curl abgerufen und danach gefragt, welches Bild der Favicon-Dienst von Google für die Adresse ausliefert. Der Dienst zeigt, was Google zu einer Domain gespeichert hat. Er ist nicht die Suchergebnisseite selbst, aber ein brauchbarer Hinweis darauf.
| Seite | Vorher (ca. 3 Uhr) | Danach (ca. 5 Uhr) |
|---|---|---|
| Agentur-Seite | /favicon.ico mit Status 200 (ICO mit 16, 32 und 48 Pixel); Google-Dienst: Bild vorhanden | unverändert |
| Check unter der alten Subdomain | /favicon.ico mit Status 301 auf eine Datei mit Hash im Namen; Google-Dienst: kein Bild | die ganze Adresse leitet per 301 auf die neue Domain |
| Check unter der neuen Domain | Startseite mit Status 200, Canonical auf die alte Subdomain, /favicon.ico nicht einzeln abgerufen; Google-Dienst: kein Bild | /favicon.ico mit Status 200 (image/x-icon); Google-Dienst liefert ein 48-Pixel-Bild |
| TRADEX | /favicon.ico mit Status 404, im Kopf nur ein SVG-Symbol; Google-Dienst: kein Bild | favicon.ico, favicon-48.png und apple-touch-icon.png mit Status 200; Google-Dienst antwortet noch mit 404 und dem kleinen Platzhaltersymbol |
Was die Messung nicht belegt
Das Bild für die neue Check-Adresse lag zwischen den beiden Messungen vor. Ob das schon die Folge unserer Änderungen ist, lässt sich daraus nicht schließen, denn Google liest Favicons zeitversetzt. Bei TRADEX warten wir noch. Wir tragen das Ergebnis hier nach, sobald der Dienst ein Bild liefert.
Was Google für ein Favicon verlangt
Google beschreibt die Regeln in der Search-Central-Dokumentation zum Favicon, die wir am 24.10.2026 abgerufen haben. Für die Praxis zählen diese Punkte:
- Die Startseite nennt das Favicon in einem link-Tag im Kopf, mit rel=„icon“ (auch „shortcut icon“, „apple-touch-icon“ und „apple-touch-icon-precomposed“ sind erlaubt). Die Adresse darf relativ oder absolut sein und auch auf ein CDN zeigen.
- Google unterstützt ein Favicon je Hostname. Die Startseite einer Subdomain wie news.beispiel.de ist möglich, ein Unterverzeichnis wie beispiel.de/news bekommt kein eigenes Favicon.
- Googlebot muss die Startseite crawlen dürfen, der Googlebot für Bilder die Favicon-Datei. Beides darf nicht gesperrt sein.
- Das Bild muss quadratisch sein (Seitenverhältnis 1:1) und mindestens 8 × 8 Pixel groß; empfohlen sind mindestens 48 × 48 Pixel.
- Unterstützte Formate sind BMP, GIF, ICO, PNG, JPEG, PPM und TIFF. SVG steht nicht in dieser Liste.
- Ein Favicon, das Google für unangemessen hält, wird durch ein Standardsymbol ersetzt. Eine Garantie, dass das Favicon erscheint, gibt es auch bei erfüllten Regeln nicht.
Der Satz zur Adresse
Zur Adresse enthält die Dokumentation einen kurzen Satz, der bei uns den Unterschied machte: „Die Favicon-URL sollte sich möglichst nicht ändern.“ Nach einer Änderung muss Google die Startseite neu crawlen; das dauert laut Dokumentation mehrere Tage bis mehrere Wochen. Über das URL-Prüftool der Search Console lässt sich die Indexierung der Startseite beantragen.
Was bei den einzelnen Seiten schiefging
Aus den Messwerten ergeben sich vier verschiedene Ursachen, keine davon liegt im Bild selbst:
- Agentur-Seite: Die Datei stimmte, die Adresse nicht. Im September 2026 verwies der Kopf auf einen Pfad mit Hash im Namen, und der änderte sich beim Redesign. Seit dem 24.09.2026 steht /favicon.ico an der Wurzel im Kopf. Heute liefert Googles Dienst das Bild.
- Check unter der alten Subdomain: /favicon.ico gab keine Datei zurück, sondern eine 301-Weiterleitung auf eine Adresse mit Hash. Google verbietet Weiterleitungen bei Favicons in der Dokumentation nicht ausdrücklich. Wir halten uns trotzdem an die sicherste Variante: eine feste Adresse, die selbst mit Status 200 antwortet.
- TRADEX: /favicon.ico antwortete mit 404, der Kopf nannte nur ein SVG. Googles Formatliste führt SVG nicht auf. Ob das der Grund war, wissen wir nicht. Sicher ist nur, dass keine Datei in einem gelisteten Format vorlag.
- Neue Check-Domain: Weil Google je Hostname unterscheidet, erbt sie nichts von der Agentur-Seite. Ein Umzug auf eine neue Adresse bedeutet auch ein neues Favicon-Profil.
Was wir geändert haben
Beim Check antwortet /favicon.ico seit dem Domainwechsel am 24.10.2026 selbst mit Status 200 und dem Inhaltstyp image/x-icon. Die Datei enthält die Größen 16, 32 und 48 Pixel. Im Kopf stehen zusätzlich ein SVG-Symbol, ein Eintrag mit sizes=„48x48“ auf /favicon.ico und ein apple-touch-icon mit 180 × 180 Pixel. Bei TRADEX liegen jetzt favicon.ico, favicon-48.png und apple-touch-icon.png ohne Hash im Dateinamen im Hauptverzeichnis; alle drei antworteten bei unserer Kontrolle am 24.10.2026 mit Status 200.
Ein offener Punkt: Beim Check liegen das SVG und das apple-touch-icon noch unter Pfaden mit Hash. Die wichtige Adresse /favicon.ico hat keinen Hash, die beiden anderen ändern sich aber weiter mit jeder neuen Fassung der Seite.
So prüfen Sie Ihr Favicon in wenigen Minuten
Sie brauchen dafür weder Konto noch Spezialwerkzeug:
- Rufen Sie ihre-domain.de/favicon.ico im Browser auf. Erwartet wird das Bild, ohne dass sich die Adresse in der Zeile ändert.
- Öffnen Sie die Startseite, wählen Sie „Seitenquelltext anzeigen“ und suchen Sie nach rel=„icon“. Der Eintrag sollte auf eine feste Adresse zeigen.
- Mit curl sehen Sie Statuscode und Inhaltstyp. Manche Server beantworten Kopfzeilenabfragen (curl -I) mit einem anderen Status als normale Abrufe; prüfen Sie deshalb im Zweifel auch ohne -I.
- Der Favicon-Dienst von Google (google.com/s2/favicons?domain=ihre-domain.de&sz=48) zeigt, welches Bild gespeichert ist. Er ist kein offiziell dokumentiertes Werkzeug; ein Platzhaltersymbol mit Status 404 heißt: Zu dieser Domain ist noch nichts gespeichert.
- Beantragen Sie nach jeder Änderung in der Search Console die Indexierung der Startseite.
Die Lehre: feste Adresse, passende Größe, kein Umbenennen
Aus den drei Fällen haben wir fünf Regeln abgeleitet. Die Hinweise zu Weiterleitungen und zur Hauptadresse erklärt der Ratgeber Weiterleitungen: http, https, www und canonical; wie der Hostwechsel bei uns ablief, beschreibt der Bericht Von der Subdomain zur eigenen Domain.
- Legen Sie das Favicon unter /favicon.ico ab, ohne Hash und ohne Versionsnummer im Namen. Dateinamen mit Hash sind für Dateien gedacht, die der Browser zwischenspeichert. Google braucht dagegen Tage bis Wochen, um eine geänderte Adresse zu übernehmen.
- Nehmen Sie eine quadratische Datei mit mindestens 48 × 48 Pixel. Wir arbeiten mit Vielfachen von 48 (48, 96, 144), weil sie sich ohne Unschärfe verkleinern lassen. Das ist unsere Praxis, keine Regel von Google.
- Behalten Sie die Adresse bei einem Redesign. Ändert sich das Logo, tauschen Sie die Datei unter derselben Adresse aus.
- Geben Sie jedem Hostnamen ein eigenes Favicon. Subdomains erben nichts von der Hauptdomain.
- Planen Sie nach jeder Änderung Tage bis Wochen ein, bis Google sie zeigt. Wer einen Relaunch mit wechselnden Adressen plant, findet den Ablauf bei der Webagentur Scherzinger im Ratgeber Website-Umzug ohne Rankingverlust.
Was der Website-Check dazu prüft und was nicht
Der Website-Check liest im HTML der Startseite, ob ein link-Tag mit rel=„icon“ und eines mit rel=„apple-touch-icon“ vorhanden ist. Das gehört zum technischen Teil des SEO-Checks und wiegt gering. Ob die genannte Datei tatsächlich antwortet, ruft er nicht ab; die Beschreibung im Befund sagt das offen. Eine Seite mit korrektem link-Tag, aber fehlender Datei fällt dort deshalb nicht auf. Prüfen Sie die Datei selbst, wie oben beschrieben.
Häufige Fragen
Zeigt Google für jede Seite ein eigenes Favicon?
Ja, je Hostname. Eine Subdomain wie check.beispiel.de kann ein eigenes Favicon haben und erbt keines von der Hauptdomain. Unterverzeichnisse teilen das Favicon der Startseite ihres Hostnamens.
Wie groß muss ein Favicon für Google sein?
Quadratisch und mindestens 8 × 8 Pixel; Google empfiehlt mindestens 48 × 48 Pixel. Erlaubte Formate sind BMP, GIF, ICO, PNG, JPEG, PPM und TIFF.
Wie lange dauert es, bis ein neues Favicon in Google erscheint?
Google nennt mehrere Tage bis mehrere Wochen, je nachdem, wie oft die Startseite neu gelesen wird. In unserem Fall zeigte der Favicon-Dienst für eine Adresse schon am selben Morgen ein Bild, für eine andere noch nicht.
Reicht ein SVG als Favicon?
Für Browser-Tabs ist SVG üblich. Googles Formatliste nennt SVG aber nicht. Liefern Sie deshalb zusätzlich eine ICO- oder PNG-Datei unter einer festen Adresse.
Quellen
- Google Search Central: Favicon zur Anzeige in den Suchergebnissen festlegen abgerufen am 24.10.2026
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